Kurzmitteilung

Vertrauen ist gut, …

… Kontrolle ist besser?
Wenn blindes Vertrauen gemeint ist, würde ich sagen, JA.
Vertrautsein ist mir aber jedenfalls lieber, es bringt mich in Verbindung, ich lerne kennen, kenne mich aus, der/die Andere umgekehrt genauso. Es ist gegenseitig, auch wenn beide zu unterschiedlichen Ergebnissen und Schlussfolgerungen kommen mögen. Das kann aufschlussreich werden, wenn man sich auch darüber austauscht, feedbackt.
Kontrolle empfinde ich bedrohlich. Wer mich kontrolliert, muss sich nicht mit mir verbinden. Er/Sie kann mir fremd bleiben und damit unvertraut. Freund oder Feind? Vielleicht steht diese Frage gar nicht. Eindeutig Feind. Mich kontrollieren und dabei die Verbindung verweigern – das ist feindlich. Aber auch Kontrolle ausüben und dafür Verbindung vortäuschen, Vertrauen erwecken. Es wird in dem Moment gebrochen, wo Kontrolle Statt findet. (Es fühlt sich für mich beschämend an. Ich habe vertraut. Mich geirrt. Mir wird misstraut.) Es schließt sich aus. Ja Kontrolle und Vertrauen, das sind wohl zwei unterschiedliche Haltungen. Unvereinbar miteinander.
Kontrolle im Sinne von Lenkung, Machtausübung ist dann noch weniger ein Akt der gleichwürdigen Zusammenarbeit…

Auch deshalb sind Teste und Klassenarbeiten in der Schule asozial bzw. verletzen die Menschenwürde. Wie seht ihr das? Kennt ihr Leistungserhebungen, die glückbringend sind?