Woche XXV | Montag, 15.02.2016

So, nun geht’s wieder los. Die beiden Jüngeren sind in ihren Schulen, durchaus freudig aufgebrochen heute morgen. Vor allem, weil sie ihre Freunde wiedersehen. Eine gewisse Aufregung hat sich gestern abend schon gezeigt – einzuschlafen war doch etwas schwerer. Das kann natürlich auch daran liegen, dass sie sich erstmal wieder an die Zeiten gewöhnen müssen… Von Sorgen habe ich nichts mitbekommen, das kommt meist auch erst später zum Vorschein. Zum Beispiel in Form von Kopfschmerzen. Oder Schnupfen.
Die Große ist freigestellt, es sind ihre letzten Tage zu Hause. Sachen zusammensuchen, Listen schreiben, Besorgungen…
Ich habe bei mir selbst Zwiespältigkeit beobachtet: Einerseits bin ich froh, dass sie wieder aus dem Haus kommen, andererseits freue ich mich gar nicht auf die Kollateralschäden, die ich dann zu bearbeiten bekomme, und die deshalb entstehen, weil sich Menschen nicht entscheiden wollen, Frieden zu schaffen und Kinder einfühlsam ins Leben zu geleiten. Sie werden hier noch angehalten, sich auf das Dasein als Zahnrad in einer Mühle einzurichten, nicht wirklich als Menschen in einer Gemeinschaft ihre eigenen Antworten zu geben. Na denn, weiter geht’s im Text.

Woche XIX | Montag, 04.01.2016

Mein großes Kind ist krank, Übelkeitsgefühle im Hals. Ich suche ja immer auch seelische Auslöser, aber bisher nichts gefunden. Offenbar gab es schon am Samstag morgen einen Anflug davon, dann wieder gestern abend, durch die Nacht bis heute, so dass das Kind sich für Bettruhe entschied. Ich vermute den Gedanken an Schule, Halbjahresendstress und Aufregung wegen der möglichen baldigen Abreise in ihr Lieblingsland Südkorea. Wenn die Finanzen stehen…
Die beiden jüngeren Kinder sind recht frohgemut aufgebrochen, Oishi-Kawaii meinte gestern abend, sie habe zum ersten Mal in diesem Schuljahr freiwillig Hausaufgaben gemacht – Thema und Kooperationspartnerin machten da wohl hilfreich mit. Sonst nur um Schlimmeres zu verhindern, wenn sie also eine nicht angefertigte HA nachholen musste und wusste, sie würde kontrolliert. Dieses Mal also auch mit Freude am Schaltpult, was ich sehr wohltuend empfinde. McFlitz ist nicht erbaut vom Losmüssen, aber die Aussicht auf seine Kumpels bringt ungetrübte Vorfreude, und da er nicht wirklich zu eigenen Vorhaben gefunden hat, wird ihn die schulische Auftragsbearbeitung wenig stören. Nur dass ihm vielleicht wieder die „Zeit in Ruhe“ etwas zu knapp wird.
Uns hat die Kälte voll im grimmigen Griff, schön ist die Aussicht auf Eisflächen, aber der Mangel an Schnee auf den Feldern und im Garten lässt die Erde und was in ihr lebt zu Eis erstarren. Mal sehen, was im Frühjahr alles noch lebt…
Dass unser Telefon nicht funktioniert, hat vielleicht auch was mit dem Kälteeinbruch zu tun, aber da kenne ich mich nicht aus. Immerhin kann ich jetzt aber meinen heute recht kurzen Montagsbeitrag schreiben. Ich denke oft an die Zeugnis-Umtausch-Idee, ich werde einfach mal eins entwerfen, den Text von neulich mit dem Kommentar nehme ich da schonmal als Anfang.
Sind ja nur noch knapp 4 Wochen.