Woche XXXXIV | Montag, 27.06.2016

Ein Freitag ohne Beitrag – wovon kündet das?
Das Schuljahr geht doch langsam dem Ende zu, und wir haben für unser eigenes Klarkommen das Eine oder Andere gelernt, nicht stumpfe Anpassung, aber ein bisschen Geschmeidigkeit, Beständigkeit und Nachdrücklichkeit dürften dazugekommen sein.
Vergangene Woche habe ich bei der Schulsozialarbeiterin vorgesprochen und sie gebeten, ihr Augenmerk auf die Wirkungen der immernoch praktizierten Unterdrückungsmittel zu legen. Da Unterricht nicht unbedingt sozial-emotionale Kompetenzen fördert (zumal, wenn er traditionell diktatorisch erfolgt), müsste das ein reiches Betätigungsfeld sein! Wenn ich mir überlege, wie die (herkömmliche) Unterrichtssituation den Grundstein für die krasseren Formen des Mobbings legt…
Zu den Unterdrückungsmitteln zähle ich auch Lob und Tadel, neben Strafen und Bloßstellungen. Alles, was die Kinder zu Objekten macht und einem Plan unterordnet.
Allein meine Friedensliebe hindert mich noch, krasse Aktionen zu unternehmen, aber vielleicht brennt mir der Geduldsfaden ja doch noch durch…
Der Dauerschnupfen eines meiner Kinder mahnt mich zur Tat. Werde ich mein Zögern rechtfertigen können? Meine eigene Feigheit? Sie ist es, die mich aufhält, wenn ich auf „lustige“ Ideen komme. Geht’s den Kindern nicht schlecht genug? Kann ich noch weiter hinhalten?
Kann ich’s denn besser?
Ich werde ein Buch verschenken: Die 10 größten Lernlustkiller von Jutta Wimmer. An die Schule. Ein weiteres Steinchen ins Wasser. Eine kleine Welle. Unter der Eisdecke.
Aber nicht alle sind so kalt. Oder starr. Es gibt Hoffnung.